Wichtige Kenntnisse
Was muß man vor der Brut beachten:
Brutkondition
Fütterung
Koloniebrut oder Einzelbrut?
Die Eiablage und Kükenaufzucht
Beringung
Probleme, die auftreten können
Das Weibchen hat Legenot
Die Küken werden gerupft
Die Henne füttert nicht oder
nicht ausreichend
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Zucht:Zuchtgenehmigung. Die Zuchtprüfung selbst setzt sich aus einer Sachkundeprüfung
(schriftlich oder mündlich) und einer Vorortbesichtigung der Zuchtgegebenheiten
zusammen. Meistens erfolgt die Prüfung vor Ort. Wichtige Kenntnisse für die Sachkundeprüfung
sollten sein:
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Fütterung
Schon einige Wochen vor der Brut sollten die Vögel an Aufzuchtfutter
gewöhnt werden. Dieses kann trocken oder auch mit geriebenem Apfel
oder Möhre vermischt werden. Es ist proteinhaltig und sehr wichtig
für eine gute Entwicklung des Kükens im Ei. Man kann es im Fachhandel
kaufen oder auch selber herstellen, wobei immer auf eine ausreichende
Frische des Futters zu achten ist. Gerade im Sommer kann es schnell verderben
oder bei zu langer Lagerung zu Vitaminverlusten kommen.
Die Elterntiere sollten regelmäßig Keimfutter bekommen, dieses
wirkt treibend, fördert also den Bruttrieb (wie auch das Aufzuchtfutter)
und ist sehr vitaminreich. Desweitern sollte täglich wie normal Obst
und Grünfutter angeboten werden. Wenn die Küken da sind, sollte
man allerdings darauf achten, dass abends kein Grünzeug oder Obst
gefüttert wird, weil die Eltern dieses an die Küken weiterfüttern.
Denn Obst und Grünzeug ist zwar sehr vitaminhaltig, aber auf den
Nährwert bezogen nur geringwertig. So besteht die Gefahr, dass die
Jungtiere für eine lange Nacht nicht optimal versorgt sind.
Auch ein Kalk- bzw. Mineralienstein ist (natürlich auch außerhalb
der Brut) zur Verfügung zu stellen, damit die Henne die für
die Eischalenbildung wichtigen Mineralien und Kalk aufnehmen kann.
Umstritten ist bis heute das Anbieten einer Sepiaschale zur Brut. Es wird
diskutiert, ob es dadurch nicht vermehrt zu Fällen von Legenot kommt.
Dort scheiden sich allerdings die Meinungen, ich selber biete sie sonst
an, verzichte aber während der Brut.
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Koloniebrut oder Einzelbrut?
Koloniebrut: Bei einer Koloniebrut sollten nur Paare in der Voliere
sein, damit es zu keinen Störungen von unverpaarten Tieren kommt.
Nistkästen sollten doppelt so viele wie Paare angebracht werden,
um Streitigkeiten zu vermeiden.
Vorteil: Reizvoll für den Betrachter, die Vögel haben natürlichere
Bedingungen
Nachteil: man hat kaum eine Kontrolle über die Vererbung, da Wellihähne
auch gerne mal fremdeln, während die eigene Henne auf Eiern sitzt;
so ist eine gezielte Zucht kaum möglich.
Es kann zu Verlusten unter den Küken kommen, wenn fremde Hennen in
die Kästen eindringen oder es zu Streßsituartionen bei zu hohem
Besatz der Voliere kommt.
Einzelbrut: es reicht ein Nistkasten, allerdings sollten die Paare weiterhin
die Anregung durch Artgenossen in Nebenkäfigen oder Volieren haben.
Ein einzelnes Paar ohne Anregung von Artgenossen zum Brüten zu bringen
ist schwierig.
Vorteil: Man kann die Brut genauer beobachten und weiß genau, wer
die Elterntiere sind; damit ist eine gezielte Zucht möglich. Es kommt
zu keinen Verlusten durch fremde Eindringlinge.
Nachteil: Die Vögel haben weniger Freiheit.
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Die Eiablage und Kükenaufzucht
Ca. 10-14 Tage nach Anbringen des Nistkastens kommt es zur Eiablage.
Das Weibchen sucht immer häufiger den Nistkasten auf, paart sich
häufig mit dem Männchen und frißt viel am Kalkstein. Auch
die Kothäufchen werden wesentlich voluminöser und das Intervall
des Absetzens größer. Die Haufen können bis zu 5-Markstückgroß
werden. Wenn das Weibchen fest auf den Eiern sitzt, kommt es nur noch
2-3 mal am Tag zur Kotentleerung aus dem Kasten. Ansonsten wird es vom
Männchen gefüttert.
Die Eier werden im Abstand von 2 Tagen gelegt. Ein Gelege umfaßt
im Schnitt 4-6 Eier, kann aber auch schon mal mehr als 8 Eier umfassen.
Mehr sollte man einer Henne allerdings nicht zumuten, da sie sonst bei
der Fütterung überfordert sein wird.
Im Schnitt werden die Eier 18 Tage lang bebrütet bis ein Küken
schlüpft. Beim ersten Küken kann es vorkommen, dass es 1-2 Tage
später schlüpft, da die Henne noch nicht von Anfang an auf den
Eiern saß. Die ersten Tage wird ein Küki mit sogenannter Vormagenmilch
der Mutter gefüttert, später wird dann immer mehr Körnerfutter
aus dem Kropf dazu gemischt. Gefüttert wird immer zuerst das jüngste
Küken, dann das Nächstältere. Die Fütterung erfolgt
in Rückenlage des Kükens. Nach ca. 5 Wochen sind die Kleinen
flügge und fressen auch selbständig. Abgeben sollte man sie
allerdings frühestens mit 6 Wochen, um sicher zu gehen, dass sie
sich selber versorgen können.
Beringung
Wenn man offene Ringe verwendet, reicht es, wenn man die Küken kurz
vor Abgabe beringt, bei geschlossenen Ringen sollte man im Alter von ca.
7-9 Tagen beringen, da die Füße sonst zu klein oder schon zu
groß sind.
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Probleme, die bei einer Brut auftreten können:
Das Paar interessiert sich nicht für den Nistkasten
/ es kommt nicht zur Eiablage
Häufige Ursachen sind unzureichende Brutkondition, zu junge oder
zu alte Tiere, das Pärchen ist nicht fest verpaart und findet nicht
zueinander, die Tiere sind krank oder immungeschwächt, die Fütterung
ist nicht adäquat, das Weibchen ist evtl. überstimuliert.
In diesem Fall sollte man den Brutkasten für ein paar Wochen entfernen
und die Ursachen beseitigen.
Das Weibchen hat Legenot
Ursachen können sein: Alter des Weibchens (zu jung oder zu alt),
Mineralien-/Kalkmangel,
organische Störungen am Legeapparat
Das Weibchen sitzt aufgeplustert und apathisch am Boden und rührt
sich nicht viel. Häufig kann man das Ei im Unterbauch auch Tasten.
Erste Maßnahmen: Wärme, dabei bietet sich Rotlicht oder auch
eine Wärmflasche an, auf die das Weibchen gesetzt wird; auf jeden
Fall sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, da die Henne sonst innerhalb
weniger Stunden verenden kann, evtl. muß das Ei operativ entfernt
werden.
Die Küken werden gerupft
Es sollte der entsprechende rupfende Elternteil aus dem Käfig entfernt
werden; notfalls müssen die Küken, wenn sie nicht noch zu klein
sind, per Hand aufgezogen werden oder anderen Eltern untergeschoben werden.
Die Henne füttert
nicht oder nicht ausreichend
Ist ein Küken erst wenige Tage alt, stehen die Chancen, es durch
eine Handaufzucht groß zu ziehen, schlecht. Ist es schon ein paar
Tage alt und man hat keine Möglichkeit es einem anderen brütenden
Pärchen unterzuschieben, kann man versuchen es mit einer Spritze
mit Aufzuchtfutter zu füttern, später kann man mit einem Löffel
füttern. Es gibt Züchter, die die Küken absichtlich per
Hand aufziehen, da die Vögel so zutraulicher werden. Ich persönlich
lehne diese Methode ab, da die Küken so kein artgerechtes Verhalten
erlernen, sondern sich völlig auf ihren Futtergeber prägen.
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